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Waldheim Tailfingen


... Wie das Strichmännchen aufs Waldheim kam

Waldheim
Wie kam das Strichmännchen auf's Waldheim? Hier ist die Erklärung. Wir haben sie so an einem Elternfest vorgetragen. Zwischendurch gabs verschiedene Aktionen. Da diese Aktionen für den weiteren Ablauf wichtig sind, werden sie in kurisver Schrift kurz erklärt.

... Ein Waldheim-Märchen

Es war einmal ein kleines Strichmännchen. Strichmännchen sind ganz außergewöhnliche Geschöpfe: bei ihnen zeigt sich besonders, was anderen Menschen auffällt, nicht nur äußerlich, nein, auch das Wesen eines Strichmännchens ist viel offensichtlicher als bei anderen Kreaturen.

Und so ist jedes Strichmännchen etwas ganz besonderes, etwas sehr Individuelles. Und weil jedes Strichmännchen ganz besonders ist, wollen die meisten Strichmännchen ihr Dasein auch nicht in aller Stille fristen. Die meisten Strichmännchen sind sehr abenteuerlustig.

Auch dieses spezielle Strichmännchen ist etwas Individuelles. Es ist selbst für die ungewöhnlichen Strichmännchen etwas äußerst Ungewöhnliches. Z.B. trägt es anders als viele seiner Artgenossen immer ein grünes Kopftuch, das durch einen kunstvollen Knoten Halt auf dem großen Kopf findes. Es ist auch kein trauriges Strichmännchen, vielmehr ist es sein Lachen bis zu den Ohren, das andere Strichmännchen schon des öfteren etwas neidisch werden ließ. Denn nicht alle Strichmännchen sind immer fröhlich. Es gibt eine riesige Auswahl, die eher griesgrämig oder mürrisch sind, die eigentlich niemals lachen.

Eines Tages packte auch unser Stichmännchen die Abenteuerlust und es zog los, auf die Suche nach anderen Wesen, die fröhlich sind wie es selbst. Zu anderen Wesen, die ihn zu etwas noch Besondererem machen konnten, von denen es lernen konnte, und die von ihm lernen konnten. In alten Sagen und Legenden hörte es von einem Ort weit entfernt hinter den Bergen und dem großen Zauberwald, an dem es solche Wesen geben sollte. So machte es sich auf den Weg...

Das Stichmännchen war schon viele Tage unterwegs, al es eines Nachts von Ferne Geräusche hörte. Es blickte voller Hoffnung um sich. Ob es wohl den Ort gefunden hatte, nach dem es so sehr suchte? Plötzlich sah es einige Bewegungen um sich herum, und die Geräusche wurden lauter.

Lied: THE LION SLEEPS TONIGHT
Die Mitarbeiter singen mit "Sockenpuppen" in der Hand das Lied "The Lion Sleeps Tonight".

Nein, das konnte es wohl nicht sein. Das war doch nicht der Ort, den die Legenden beschrieben haben. Monster, die von Löwen sangen. Davor hatte das Stichmännchen Angst. Und es lief davon. Und lief und lief und lief... Irgendwann war es so müde, daß es sich einfach mitten in den Wald legte und einschlief.

Am nächsten Morgen - die Sonne war schon aufgegangen - wachte das Männchen von lautem Vogelgezwitscher auf. Es schaute sich um, schaute hinauf in den blauen Himmel, sah die hellen Sonnenstrahlen, die sich mühsam ihren Weg durch das dichte Blätterdach bahnten. Einen schönen Ort hatte es hier gefunden. Ob das das Ziel seiner suche war? Das Strichmännchen stand auf und lief langsam vorwärts, um die ganze Schönheit des Waldes zu betrachten. Doch vor lauter umherschauen achtete es nicht auf die Steine, die überall herumlagen, und so fiel es unter lautem Rascheln des Laubes und einem dumpfen "Boff" auf dem Boden. Es landete genau vor einem Höhleneingang. Noch als es aufstehen und sich den Dreck abwischen wollte, hörte es aus der Höhle eine freundliche Stimme: "Herein!"

Das Männlein betrat zögerlich die Höhle. Hier würden doch wohl nicht irgendwelche Monster hause? Womöglich Löwen? Aber als es weiter hinein ging, sah es in einer großen Halle einen Mann stehen, der seltsame Gewänder trug. Der Mann schaute ihn kurz an und sprach: "Hallo Fremder. Sei willkommen in meiner Höhle. Ich habe selten Besucher hier, drum habe ich auch nicht aufgeräumt. Du mußt die herumliegenden Zauberutensilien entschuldigen."
Ein Zauberer! Ein echter Zauberer! Zaubern wollte das Strichmännchen schon immer lernen. Dinge verschwinden lassen, Dinge hervorzaubern... Hier konnte es lernen. Ob das wohl der Ort der Legenden war? Als das Männchen noch dastand und nachdachte, sprach der Zauberer: "Komm doch einfach näher, ich zeige Dir ein paar von meinen Zaubertricks."

ZAUBERER
Ein Mitarbeiter zaubert.

Das wollte das Männchen auch lernen. Und so blieb es einige Tage bei dem freundlichen Zauberer und übte Tricks, die er ihm beibrachte. Aber das Männchen war nicht sehr geschickt. Seine Hände waren einfach nicht für das Zaubern gemacht. Und so wußte es, daß dies nicht das Ziel seiner Suche sein konnte. Es verabschiedete sich von dem Zauberer und machte sich weiter auf seinen Weg.

Das Strichmännchen wanderte Tage um Tage. Es mußte schon sehr weit gelaufen sein. Doch eines schönen Tages hörte es Geräusche, die nicht von den Vögeln und Tieren des Waldes stammten. Vorsichtig lief es in die Richtung, aus der die Laute kamen, denn er hatte die schrecklichen Monster immer noch nicht vergessen. Als es näher kam, hörte es einige Stimmen laut singen. Es spähte um einen Baum herum und sah eine Gruppe junger Leute im Halbkreis stehen...

Lied: MEIN KLEINER GRÜNER KAKTUS
Die Mitarbeiter singen "Mein Kleiner Grüner Kaktus". Sie tragen eine schwarze Hose, ein weißes Hemd, einen Zylinder und eine große, rote Fliege.

Ja, Singen wäre eine schöne Sache! Und wer so singt, der kann nicht böse sein, das müssen freundliche Menschen sein. Vielleicht könnten die ihm sogar den Ort zeigen, den es suchte. Vielleicht wohnten sie dort? Das Strichmännchen schloß die Augen und träumte davon, ein großer Gesangsstar zu sein, der zusammen mit diesen Menschen durch die Welt reiste. Auf allen großen Bühnen der Welt, vor vielen hundert anderen Menschen. Es stelltie sich vor, wie es in dieser Gruppe mitsang. Aber dabei viel ihm auf, daß es ja dann sein schönes knallgrünes Kopftuch gegen einen dunklen Zylinder eintauschen mußte. Und um seinen Hals müßte es eine Fleige tragen und steife Anzüge. Nein, es war zwar ein schöner Traum, aber genau betrachtet, konnte es das wohl nicht sein, was er sich wünschte. Er wollte sein fröhliches Aussehen bewahren! Leise schlich es davon, um den Ort zu suchen, nach dem es sich so sehr sehnte.

Weiter ging seine Reise durch den Wald. Nach vielen Tagen und Nächten fühlte sich das Strichmännchen langsam immer einsamer, denn außer den vielen Tieren konnte es niemanden mehr im Wald finden. Irgendwann mußte dieser Wald doch ein Ende haben. Eines Mittags bemerkte das Stichmännchen, daß der Wald vor ihm lichter wurde. Es wurde schneller und lief zum Rande des Waldes. Vor sich sah es eine weite, offene Fläche. Vor ihm bemerkte es einen Weg durch die Wiesen den Berg hinab. Es entschloß sich, dem Weg zu folgen in der Hoffnung, auf irgendwelche freundlichen Geschöpfe zu treffen.

Nach kurzer Zeit konnte es vor sich ein Gebäude und dutzende Menschen sehen, die alle vergnügt feierten. Jetzt kam wieder Hoffnung in dem Strichmännchen auf. War das der Ort seiner Wünsche? Als es näher kam, sah es einen kräftigen jungen Mann auf einem Stuhl vor all den Leuten sitzen, die gemeinsam sangen:

FLI, FLEI, FLOH
Eine Art "Sing-Bewegungs-Spiel" mit wiederkehrenden Versen, die zuerst von einem vorgesungen und dann von allen nachgesungen werden. Von Runde zu Runde wird es immer schneller.

Das Strichmännchen bebte vor Glück! Das mußte es sein. Der Ort seiner Träume! Das Strichmännchen schloß seine Augen und überlegte sich, wie es für immer bei diesen fröhlichen Leuten bleiben konnte. Und es hatte eine fantastische Idee, wie es mit den Menschen glücklich sein konnte und gleichzeitig selbst die Menschen glücklich MAchen konnte.

Wie man sieht, ist es ihm gelungen...

Und daß es nicht gestorben ist, ist offensichtlich...

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